Aktuelle Kamera
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Monatliches Programm der Kino-Troika Friedrichshain
Kinoprogramm
Flyer Mai/Juni 2013 »
Monatsprogramm Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft & Freiluftkino Pompeji
Flyer Mai 2013 »
Monatsprogramm Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft & Freiluftkino Pompeji
Tilsiter am Draht

Frühling, Frühling
Tilsiter Lichtbänke
Wir setzen euch an die frische Luft und laden ein zum Wiederdraußensitzen. Vor dem Film und nach dem Film könnt ihr unser Hausbier und auch alles andere in der Richard-Sorge-Straße im Freien genießen. Vor allem am Wochenende: von Freitag bis Sonntag haben wir schon ab halb drei geöffnet.
Kino in Friedrichshain
Tilsiter Lichtspiele
Das über 100 Jahre alte Kino mit Kneipe versorgt euch jeden Abend mit Filmkunst und selbst gebrautem Bier. Tilsiter Käse gibt es keinen, nur den Namen von der früheren Tilsiter Straße. Das kleine Programmkino gehört zur Kino-Troika Friedrichshain.
Politsatire
Die Wahrheit über die Stasi - Der Film
Die DDR im Jahr 2008, ein Jahr vor dem 60. Geburtstag der Republik, als ewig währender, realsozialistischer Kostümball. Staatssicherheit und Opposition in symbiotischem Tanz engumschlungen. Der Untergang als fröhliches Geländespiel mit Musik.

Cosima Wagner konvertiert Mahler zum Katholizismus
Richard Wagner zum 200.
Mahler (OV)
23.-29.05. im Mitternachtskino »
Am 22. Mai jährte sich zum 200. Mal der Geburtstag von Richard Wagner. Nachdem wir diesen Jahrestag mit Ken Russell‘s Oberknaller Lisztomania würdigten, ergänzen wir in Folge mit einer weiteren Musikerbiografie des britischen Regisseurs.
Der von einem Herzleiden geplagte Gustav Mahler reist 1911 mit Ehefrau Alma zurück nach Wien. Während der Zugfahrt erzählt der Film in Rückblenden von Mahlers Leben. In einer für Russell typischen surrealen Traumszene konvertiert die als Walküre kostümierte Cosima Wagner – Lederrock mit Nieten-Hakenkreuz, Stahlhelm mit Wagner-W und Peitsche –, den jüdischen Komponisten zum Katholizismus. Mit einem Schmiedehammer muss Mahler einen eisernen Judenstern zum Schwert umschmieden und verschiedene Prüfungen ablegen und am Ende singen beide gemeinsam den Walkürenritt-Song.
Eine der schillerndsten Figuren des Musikfilms ist der Engländer Ken Russell. [..] Schon früh warfen ihm vor allem Musikkritiker eine Respektlosigkeit im Umgang mit den Porträtierten vor, die der Sache eher schade als nütze. Russell hat sich von diesen Einwürfen nie beeindrucken lassen, sondern von Beginn an Musiker als Träger historischer Bedeutungen und als Elemente politisch-ästhetischer Diskurse zu interpretieren versucht. Eine Sonderstellung nimmt die Trilogie von Komponisten-Biographien THE MUSIC LOVERS (1970, über Tschaikowski), MAHLER (1974) und LISZTOMANIA (1975) ein. [..] Diese Filme haben ebenso viel Faszination wie Irritation ausgelöst. Provokation als Programm, möchte man meinen: Die Filme brechen mit der Tradition biographischen Erzählens und inszenieren Musik und Musikkultur in einer wilden Collage, in der heterogenstes Material zusammengebracht wird.
Kieler Beiträge zur Musikforschung

Neu im Programm
The End of Time
Zehn Jahre nach Gambling, Gods and LSD, seiner monumentalen Reflexion über den transzendentalen Impuls, kehrt Peter Mettler zurück mit einem Film von seltener und tiefgründiger Schönheit. Einem gleichsam poetischen wie bildgewaltigen Filmessay über die Wahrnehmungen und Vorstellungen von Zeit. Mettlers filmische Reflexionen über den Ursprung, den Zustand und die Wirkung allen Daseins machen die in dividuelle Empfindung der Gegenwart und den Einfluss eines jeden auf die Zukunft erfahrbar. Dabei entfaltet der Film eine beispiellose Sogwirkung, die einen geradezu bewusstseinserweiternden Effekt erzielt.
THE END OF TIME ist ein Kunstwerk, das die Schwelle in ein Gebiet komplexer Theorien niedrig legt und überschreitet. Grundsympathisch in seinem Erfahrungshunger und seiner unbefangenen Neugier. Geradezu beglückend in seinem Verzicht auf abschließende Erkenntnis. Auf die Frage nach der Zeit antwortet Mettlers Mutter am Ende pragmatisch: Carpe diem! Eben. Sehenswert.
tip Berlin

Kinderkino im Mai
Der Mondmann
Die fantasievolle Verfilmung des Buchklassikers von Tomi Ungerer, erschienen 1966, lässt uns unsere Welt ganz neu entdecken. Und als Erzähler der Geschichte spricht Tomi Ungerer selbst.
Ein Zeichentrickabenteuer voller liebevoll ausgestalteter Figuren und unterhaltsam spannender Handlung, getragen von klugen Ideen und immer wieder überraschenden Einfällen, sowie charakterisiert durch überlegt eingesetzte Farben und Formen, sich harmonisch einfügende Musik und außerdem eine kluge Bildkomposition und Montage.
Film- und Medienbewertung (FBW)

Freiluftkino Pompeji
Hannah Arendt
Die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) muss ihr Heimatland verlassen. Sie flüchtet vor dem Nationalsozialismus nach Amerika, wo sie als Journalistin und Dozentin tätig ist. 1951 erhält sie die amerikanische Staatsbürgerschaft. Zehn Jahre später reist sie als Beobachterin zum Prozess gegen den SS-Mann Adolf Eichmanns nach Israel. Ihre Erkenntnisse fasst sie in dem Werk Die Banalität des Bösen zusammen. Damit tritt sie eine Kontroverse los, die nicht nur unter Theoretikern große Aufmerksamkeit hervorruft.
Aktuelles Kinoprogramm
23. - 29. Mai 2013 »
Abendprogramm
The End of Time
Do-Mi 18:00 Uhr
Take this Waltz (OmU)
Do-Mi 20:15 Uhr
Sightseers (OmU)
Do-Mi 22:30 Uhr
Mitternachtskino
Mahler (OV)
Do-Mi 23:59 Uhr
Kinderkino
Der Mondmann
Fr-So 14:30 Uhr
Trommelbauch
Do-So 16:15 Uhr

Neu im Programm
Take this Waltz (OmU)
Margot ist Ende Zwanzig und glücklich verheiratet. Ihr Leben scheint bereits festgefahren, bis sie eines Tages auf den geheimnisvollen Fremden trifft. Mit ihm verspürt sie die verloren geglaubte Magie, die jeden gemeinsamen Moment zu einer Flucht aus dem Alltag werden lässt. Hin- und hergerissen zwischen ehelicher Zweisamkeit und dem Verlangen nach Abenteuern, begibt sich Margot schließlich auf die Suche nach sich selbst.
"Take This Waltz" macht Toronto zum unverwechselbaren Schauplatz eines lange nachhallenden Films über die Liebe. Das ist etwas gänzlich anderes als ein Liebesfilm, und sei gerade deshalb alten wie jungen Seelen dringend ans Herz gelegt.
Der Spiegel

Schwarze Komödie
Sightseers (OmU)
16.-22. 20:00 / 23.-29. 22:30 »
Tina ist 34 und lebt noch immer bei ihrer Mutter. Als sie mit ihrem neuen Freund Chris im Wohnmobil das ländliche Yorkshire bereisen will, versucht die überfürsorgliche Mutter das Vorhaben zu sabotieren. Doch die Frischverliebte zieht vondannen. Was Tina nicht ahnt: Ihr Chris ist ein psychopathischer Serienkiller. Schon an der ersten Sehenswürdigkeit findet der extrem reizbare und cholerische Mann ein Problem. Aber die in Lust entbrannte Frau lässt sich ihren Urlaub nicht so schnell vermiesen.
Nach dem Genrejuwel "Kill List" wechselte Wheatley sowohl die Verpackung als auch die stilistischen Mittel. Sein neuer Film ist weniger düster, dafür umso tiefschwarzer. Selbst für britische Verhältnisse pflegt "Sightseers" in seiner erbarmungslosen Betrachtung menschlicher Tristesse einen mutigen Humor.
programmkino.de

Kinderkino im Mai
Trommelbauch
Dik Trom lebt in Pummelstadt, einem Ort, wo alle Menschen dick und glücklich sind. Doch eines Tages zieht seine Familie nach Dünnhafen, um dort ein Restaurant zu eröffnen. Dünnhafen aber ist das genaue Gegenteil von Pummelstadt. Dort achten die Menschen auf ihr Gewicht und treiben ununterbrochen Sport. Zum ersten Mal in seinem Leben wird Dik gehänselt, doch das lässt er sich nicht lange gefallen.
"Charmanter niederländischer Kinderfilm um eine Familie von gemütlichen Dicken, die es als Restaurantbetreiber in einen Küstenort zieht, wo Fitness-Faschismus und Schlankheitswahn regieren... Eine universelle Geschichte über das Gefühl Außenseiter zu sein und darüber, dass man die Menschen eben am besten so nimmt, wie sie sind. Die Schauspieler sind klasse, die Figuren und Situationen skurril und komisch. Sehenswert!"
tip Berlin



