Plakat: HITLER KAPUTT - Гитлер Капут
Ein großdeutsches Requiem
07.-09. Mai 2008
Layout: Tilsiter Lichtspiele
Originalformat: A2
Auflage: 100
07.-09. Mai 2008
HITLER KAPUTT
Гитлер Капут
Ein Großdeutsches Requiem in drei Aufzügen
»Und sie werden in diesen Kampf hineingehen wie in einen Gottesdienst«
- Joseph Goebbels, 8. März 1945
Die Brücke
Deutschland 1959
Regie: Bernhard Wicki
April 1945, die letzten Kriegstage. In einer deutschen Kleinstadt sollen Hitlerjungen eine kleine Brücke gegen die Amis verteidigen. Und sie bleiben bis zum Schluss. Treffendes Sinnbild des Krieges, mit Preisen ausgezeichnet und einer der besten deutschen Filme zum Dritten Reich.
In jenen Tagen
Deutschland 1947
Regie: Helmut Käutner
1945. Ein Volkswagen erzählt in sieben Episoden seine bewegende Geschichte und die seiner wechselnden Besitzer. Sieben kleine Geschichten von Menschen, die sich im Wahnsinn der Zeit ihre Menschlichkeit bewahrten, trotz der Gefahren, die sie während der Verfolgungen, im Widerstand und im Krieg bedrohten. Der erste westdeutsche Nachkriegsfilm. In einer Nebenrolle ist der kürzlich verstorbene Erwin Geschonneck zu sehen.
Deutschland im Jahre Null
Italien/Deutschland 1948
Regie: Roberto Rossellini
Berlin, 1947. In der zertrümmerten Stadt versuchen die Menschen zu überleben. Ein 12jähriger Junge muss für seine Familie sorgen und scheitert an dieser Aufgabe. Düsterer und nach seiner Premiere in Deutschland ignorierter oder abgelehnter Film, ein wahrer Klassiker des italienischen neorealistischen Kinos.
Die letzte Wochenschau
Das Programm wird ergänzt durch die letzten Folgen der Deutschen Wochenschau - Propaganda voller Hysterie und Wahnsinn, Endzeitpoesie und Todesverklärung in bisher nicht gekannter und bis heute unübertroffener Form.
Mit der markanten Stimme des Sprechers Harry Giese, die neben der von Hitler und Goebbels wie kaum eine andere aus dieser Zeit den Geist des Dritten Reiches verkörperte, spielen die letzten Wochenschauen als passendes Jubelorchester den Soundtrack zum Untergang.
(mit Einführung)
Siebzehn Augenblicke des Frühlings
UdSSR 1973
Regie: Tatjana Liosnowa
Drehbuch nach seinem gleichnamigen Roman: Julian Semjonow
Die russische Kultserie im Kino, jeden Tag vier Teile.
In russischer Originalsprache, mit englischen Untertiteln
Berlin, Februar und März 1945. SS-Standartenführer Stierlitz alias Maxim Isajew arbeitet mitten in der Höhle des Löwen im Reichssicherheitshauptamt. Für Moskau soll er herausfinden, wer von den Nazigrößen einen Separatfrieden mit dem Westen aushandeln will: Hermann Göring, Heinrich Himmler, Joseph Goebbels oder Martin Bormann.
Anders als sein westliches Pendant ist der sowjetische James Bond immer korrekt, seine Hauptwaffe ist sein scharfer Verstand und sein legendäres Vermögen, sich aus jeder unangenehmen Situation rhetorisch herauszuwinden. Im Kampf gegen seine Gegenspieler Ernst Kaltenbrunner und Gestapo-Müller behält er so stets die Oberhand.
Der in s/w gedrehte Film enthält viele Dokumentaraufnahmen und bemüht sich erfolgreich, von den bekannten Naziführern ein realistisches Abbild ihrer alltäglichen Arbeit und ihrer Sorgen und Probleme zu geben, ohne die Grenze zur Kolportage zu berühren. Die Nichte von Walter Schellenberg, Stierlitz’ Vorgesetzter in der Serie, war von der Darstellung ihres Onkels so berührt, dass sie an seinen Schauspieler an Dankesschreiben schickte.
Für Wjatscheslaw Tichonow, der Stierlitz sein unverwechselbares Gesicht gab – mit stets klaren Zügen, aber immer ernst und nachdenklich -, bedeutete dies die Rolle seines Lebens, er wurde mit ihr bekannter als unter seinem eigenen Namen. Um die Figur des Stierlitz entstanden bald noch heute unvergessene Witze und Anekdoten, die sich vor allem um seine sprichwörtliche Begabung für Ausreden drehten.
Filmreihen 2008
Sommermitternachtsträume
ist der Titel unserer kleinen, durch die Hochsommermonate führenden Mitternachtsfilmreihe. Gezeigt werden jede Nacht um fünf vor 12 träumerische, verträumte oder alptraumhafte Filmperlen, die ein leichtes Spiel mit Symbolen und Mythen treiben und den Zuschauer in seltsame und labyrinthische oder surreale (Tag)Traumwelten treiben, aus denen er hoffentlich nicht mehr so schnell hinausfi ndet. Natürlich werden wir ihn dann nicht nachts im Kino einschließen, es gibt ja noch unsere Kinokneipe, deren Stammgäste jeden neuen Traumwandler so herzlich begrüssen werden wie sich selbst.
Malpertuis (OV)
Belgien/Frankreich/Deutschland 1971, 120 min, Regie: Harry Kümel
mit: Orson Welles, Susan Hampshire, Jean-Pierre Cassel, Mathieu Carrière
Ein junger Matrose gerät auf die Insel Malpertuis und betritt dort eine geheimnisvolle Welt märchenhafter Träume, in der er die seltsamsten Abenteuer erlebt, die immer mysteriöser werden und viele Symbole aus der griechischen Mythologie enthalten. Nach dem phantastischen Roman des belgischen Schriftstellers Jean Ray. Der Film wurde 1972 für die Goldene Palme in Cannes nominiert.
Songs from the Second Floor (OmU)
Schweden / Dänemark / Norwegen 2000, 99 min, Regie: Roy Andersson
Episodenhafter Film mit einer apokalyptischen Grundstimmung, schwer einzuordnen, ein Film, der Endzeitfilm, Gesellschaftssatire und Groteske in einem ist, eine Mischung aus Fassbinder, Tarkowski, Lynch und Jeunet/Caro, die 2000 in Cannes den Special Jury Prize erhielt. Dritter und bisher bekanntester Spielfilm des schwedischen Werberegisseurs Roy Andersson.
Carnival of Souls (OmU)
USA 1962, 79 min, Regie: Herk Harvey
Wunderbar sphärischer Horrorfilm über eine junge Frau, die einen Autounfall an einer Brücke überlebt, bei dem ihre beiden Freundinnen im Fluss ertrinken. In der Folge wird sie magisch von einem alten verlassenen Rummelplatz angezogen. Der sehr billig produzierte und nach einer Kurzgeschichte von Ambrose Bierce gedrehte Film birgt in seinen poetischen Bildern eine verstörende und unheimliche Kraft, wie sie selten im Kino zu spüren ist. Der einzige Spielfilm von Herk Harvey erfuhr erst mit 30 Jahren Verspätung seine (Fernseh-)Premiere in Deutschland und wurde von Christian Petzold als Vorlage für Yella (2007) verwendet.
Valerie and her weeks of wonders (OmEnglUT)
CSSR 1970, 85 min, Regie: Jaromil Jires
Nach dem gleichnamigen Roman des tschechischen Surrealisten Vítězslav Nezval aus dem Jahre 1935, drehte Jaromil Jireš, ein wichtiger Vertreter der Tschechischen Nouvelle Vague, dieses wunderschöne Filmmärchen über ein junges Mädchen, das gerade ihre Kindheit hinter sich lässt und in eine verwirrende Welt aus mystischen Träumen über die Macht der Liebe eintritt, in der sie von Priestern und Vampiren, Männern wie Frauen gleichermaßen verführt wird. Inspirierte sehr deutlich Neil Jordans Film Zeit der Wölfe (1984).
The Angelic Conversation (OmU)
UK 1985, 78 min, Regie/Buch/Kamera: Derek Jarman, Musik: Coil
In einer Traumwelt aus Magie und Ritualen, gewoben aus poetischen, gelegentlich verstörenden Zeitlupenbildern, der traumhaften Musik der britischen Experimentalmusiker Coil und Shakespeares Sonetten, gelesen von der bekannten Theaterschauspielerin Judi Dench (*1934), lässt Jarman zwei Männer durch das Labyrinth ihrer Begierden und Sehnsüchte reisen.
Die Stunde des Wolfs (OmU)
Schweden 1968, 83 min, Regie: Ingmar Bergman
Ein psychisch labiler Maler lebt mit seiner jüngeren Frau auf einer Insel. Von Selbstzweifeln geplagt, flüchtet er sich in surrealistische Tagträume, deren imaginative Stärke Personen und Situationen zum Leben erwecken und sogar seine Frau gefangennehmen.
Last Year in Marienbad (OmEnglUT)
F/I/D/Ö 1961, 94 min, Regie: Alain Resnais
Der Illusionist
NL 1984, 90 min, Regie: Jos Stelling
Careful (OV)
Kanada 1992, 100 min, Regie: Guy Maddin
Die Kurze Horrornacht / Gute Nacht Zukunft
Nur an den nächsten Wochenenden, jeweils Freitags und Samstags, zeigen wir in den fünf vor 12 - Vorstellungen zwei Horrorfilme im Doppelpack, zuerst den Horror der Wüstenökonomie, mit verheerten, überhaupt nicht blühenden Landschaften, in denen hilflose Reisende das ernten, was die Regierung ihnen 50 Jahre zuvor gesät hatte; dann eine Woche später den ziemlich amüsanten Kampf der Kulturen, in dem die beiden uralten (Film-)Zivilisationen der Aliens (ehemals entworfen vom Schweizer Künstler H.R. Giger) und der Predatoren (ehemals in die Filmgeschichte eingeführt worden durch den amtierenden kalifornischen Gouverneur und - wieder mal - österreichischen Kulturexport Arnold Schwarzenegger) aufeinander prallen, dass das Blut nur so unsere harmlose Erde überschwemmt; und zu guter Letzt den Horror der Zukunft, in der vermeintliche Verbrecher und Terroristen von Cassandraexperten vorhergesehen und (noch) unschuldig der Bürgerrechte entledigt und zur Strecke gebracht werden (Minority Report) oder in der ein bodenständiger Polizist selbstzerstörerischen Zweifeln ganz existenzphilosophischer Natur anheimfällt, als er durch die Umstände mit Fragen der Künstlichen Intelligenz und des Bewusstseins konfrontiert wird.
THE HILLS HAVE EYES (OmU)
USA 2006, 104 min, Regie: Alexandre Aja
THE HILLS HAVE EYES 2 (OmU)
USA 2007, 85 min, Regie: Martin Weisz
DER TERROR DER ÖKONOMIE. Der erste Teil ist ein spannendes Remake des Horrorklassikers von Wes Craven aus dem Jahr 1977. In einer nach Atomtests aus den 50er Jahren erkrankten Landschaft leben wütende mutierte Bergarbeiter, die ihren eigenen Wirtschaftskreislauf etabliert haben, indem sie Reisende ausplündern und als Nahrungsmittel gebrauchen. Die Fortsetzung steigert das Grauen der politischen Ökonomie noch einmal auf recht derbe Weise mit hilflosen Rekruten der Nationalgarde.
ALIEN VS. PREDATOR (OmU)
USA 2004, 100 min, Regie: Paul W. S. Anderson
ALIEN VS. PREDATOR 2 (OmU)
USA 2007, 89 min, Regie: Colin & Greg Strause
KAMPF DER KULTUREN. In Zeiten des totalen Krieges gegen den Terror generiert sich unsere Kultur die sonderbarsten Ikonen. Jimmy Carter and Ronald Reagan proudly present: Only the Best! Die vom Schweizer Künstler H.R. Giger 1978 geschaffenen Alienfilmfigur trifft auf den Predator, mit dem sich 1987 auch schon der amtierende Gouverneur von Kalifornien duellierte.
MINORITY REPORT (OmU)
USA 2003, 141 min, Regie: Steven Spielberg
I, ROBOT (OmU)
USA 2004, 110 min, Regie: Alex Proyas
ENDSTATION ZUKUNFT. Das Leben kann so schön sein: bevor überhaupt böse Menschen der Gesellschaft schaden können, werden sie schon lange vor ihrem destruktiven Treiben sicher aus dem Verkehr gezogen und - ob verdient oder nicht - in den horizontalen Ruhestand geschickt. Philip K. Dick hatte dies in einer seiner unzähligen Visionen literarisch festgehalten und der kindlich-verspielte Spielberg nahm dies als Vorlage für seinen Minority Report, den wir euch hiermit zusammen mit I, Robot von Alex Proyas, dem Regisseur von The Crow (1994) und Dark City (1998) vorlegen. In I, Robot muss sich ein Polizist mit der alten philosophischen Frage abmühen, ob Roboter von elektrischen Schafen träumen, was uns wiederum zu Philip K. Dick zurückführt.
Last Exit Violence - Endstation Amerika
Recht auf Freiheit, Recht auf Waffen, Recht auf Gewalt. Es gibt wohl kein Land auf der Welt, in dem die individuelle Freiheit so sehr mythologisch überhöht und eben auch an das Recht der Gewaltausübung und des Griffs zur eigenen Waffe verknüpft ist. Deshalb zeigen wir anlässlich des meisterhaften neuen Coen-Films eine kleine Filmreihe über Amerikas gewalt(tät)ige Mythen.
No
Country for Old Men (OmU)
USA 2007, 122 min, Regie: Ethan & Joel Coen
Vorlage: Cormac McCarthy
Bei einem Jagdausflug findet Llewellyn Moss in der Wüste mehrere Leichen und einen Koffer voller Geld. Er verschwindet mit dem Drogengeld, worauf ein psychopatischer Killer gnadenlos seine Verfolgung aufnimmt. Nach zuletzt einigen schwachen Filmen ist den Coen-Brüdern hier wieder richtiges Kino gelungen.Nach dem Roman von Cormac McCarthy, dem Meister amerikanischer Endzeitvisionen, zeigt der Film ein ebenso gewaltbereites wie asoziales, hitzeflirrendes 80er Jahre Texas in einer epischen Ruhe, die seit den Zeiten von Sergio Leone wirklich nur selten zu sehen war. Extreme Brutalität, lakonisch und beinahe beiläufig gezeigt, spiegelt den Zustand einer gewaltbesessenen Nation wider - der „American way of life“ als Waffengang. Mann gegen Mann. Gut gegen Böse.
Fazit: Superspannender Thriller, gedreht wie ein klassischer Western, aber ohne Pferde. Eben ein Neowestern.
The Hitcher (OmU)
USA 1986, 93 min, Regie: Robert Harmon
Ein junger Mann nimmt einen freundlichen und gebildeten Anhalter auf dem Highway mit. Daraus entwickelt sich ein alptraumhafter Thriller mit existenz-philosophischem Hintergrund. Sehr spannende und brillant inszenierte Parabel über individuelle Freiheit und Gewalt als Voraussetzung
für diese. Ein Highway-Western, in dem die Wüste gegen den Asphalt ausgetauscht wurde.
Falling
Down (OmU)
USA
1993, 108 min, Regie: Joel Schumacher
Michael Douglas ist arbeitslos und die Welt wendet sich gegen ihn. Wie ein Spiegel wendet er sich zurück, um die Miss/Verachtung, die die Gesellschaft
ihm entgegenbringt, zu reflektieren. Ein Mann räumt auf, will Ordnung bringen in seine kleine kaputte Welt und das geht nur mit Gewalt. Toller Thriller mit Michael Douglas bester Rolle.
Assault on Precinct 13 (OmU)
USA 1976, 91 min, Regie: John Carpenter
An einem stillen Tag in Downtown, L.A. Alles scheint friedlich, wie auf einem Friedhof. Doch die Stimmung täuscht, die ganze Gegend ist ein Pulverfass – und John Carpenter lässt den Zuschauer nicht lange auf den Funken warten, der die Situation zur Eskalation bringt. Nach und nach belagern anonyme und schwer bewaffnete Streetgangs eine stillgelegte Polizeistation, in der sich sehr unterschiedliche Parteien versammeln: Polizisten, Sekretärinnen, Schwerverbrecher und ein Vater, dessen kleine Tochter gerade erschossen wurde. Bis Hilfe eintrifft, müssen alle gemeinsam die Nacht überstehen... Meisterlicher Thriller, dessen kühler Minimalismus eine bedrohliche und sehr irreale Atmosphäre schafft und die Großstadtvariante von Howard Hawks „Rio Bravo“. Zweiter und wahrscheinlich bester Film von John Carpenter!
EM 2008: Fussballfilme
Zidane
- A 21st Century Portrait (OV)
Frankreich/Island 2006, 91 min, Regie: Douglas Gordon, Philippe
Parreno,
Musik: Mogwai
A 21st Century Portrait heisst es im Untertitel der ausschliesslich auf ästhetischen Prinzipien beruhenden Dokumentation über den EINEN, stellvertretend für ALLE ANDEREN. Keine Geschichte wird erzählt, sondern nur der EINE gezeigt. 90 Minuten, 17 Kameras, 1 Spieler - brillante Aufnahmen und ein kongenialer Score der schottischen New Wave of New Wave of New Wave-Punkband Mogwai machen diese Ode an einen Superathleten zu einem optoakustischen Vergnügen
Nordkurve
D 1992, 101 min, Regie:
Adolf Winkelmann
Witzige, tragische und oftmals absurde, episodisch angelegte Ereignisse am Tag eines Fußballspiels. Ein ganzer normaler Samstag im Pott. Dritter Teil von Winkelmanns Ruhrgebiets Trilogie.
The Football
Factory (OmU)
UK 2004, 87 min, Regie: Nick Love
So werden Männer fabriziert: Ein bisschen Fußball, ein bisschen Gewalt, ein bisschen Liebe, ein bisschen Ärger. Am Wochenende gibt es nichts schöneres als die „dritte Halbzeit“: die Fans der gegnerischen Mannschaft verprügeln, dazu ein Cocktail aus Bier, Blut und Drogen.
Shaolin Soccer (OmU)
HK/USA 2006, 88 min, Regie: Stephen Chow
Ein aus der Liga hinausgeworfener und verarmter Ex-Fußballspieler lernt einen Kung-Fu-Meister kennen, der seine alte Kampfkunst populärer machen möchte. Folgerichtig kombinieren sie beide Künste zu einem: Kung-Fußball. Herausgekommen ist eine rasante und mit viel Hingabe gedrehte Action-Komödie, der es auch nicht an romantischen Elementen mangelt.
Dawn of the Dorks
Satire, D 2006, 22 min, Regie: Eric Esser
Im Berliner Mauerpark mutieren nach einer sommerlichen Grillparty alle Anwesenden zu schlimmsten Fußballfans im zünftigen Deutschland-Trikot. Eine Horror-Satire über Fußball und Fußballfans, die während der WM 2006 gedreht wurde. Der Kurzfilm lief auf Festivals in Wien, Marburg, Karlsruhe, Krško, Kassel, Berlin und Würzburg.
Musikfilme
Control (OmU)
Musiker-Biopic, UK/USA 2007, Regie: Anton Corbijn
Ausgezeichnet fotografierte und sehr stimmige Verfilmung des kurzen Lebens
vom Joy Division-Sänger Ian Curtis, basierend auf der Biographie Touching
from a distance seiner Frau Deborah. Sam Riley als Ian Curtis ist großartig,
die Bilder des holländischen Fotografen Corbijn, der durch seine Videoclips
für U2, Depeche Mode und auch Joy Division bekannt wurde, fast schon
ein bisschen zu ikonenlastig, die Konzertaufnahmen wirken sehr dynamisch.
I’m
not there (OmU)
USA 2007, 135 min, Regie: Todd
Haynes
Dig! (OF)
USA 2004, 107 min, Regie: Ondi Timoner
Monks
- The Transatlantic Feedback (OmU)
Dokumentation, Deutschland/Spanien/USA 2006, 100 min
Regie: Dietmar Post, Lucia Palacios
Sie waren die Anti-Beatles und musikalisch ihrer Zeit weit voraus: fünf
G.I.s aus Frankfurt mit Tonsur und Galgenstricken um den Hals, und zwei deutsche
Studenten als Manager. Sehr schöne Doku über die legendäre
Beat-Band.
Frank
Zappa - Baby Snakes (OF)
Musikfilm, USA 1981, 164 min, Regie: Frank Zappa
Mit: Frank Zappa
Für den großen Musiker und Experimentalisten Zappa typische verquere
Mischung aus Konzertaufnahmen, Backstage-Klamauk und Knetanimationen. Das
Konzert fand 1977 zu Halloween in New York statt. Passend für 5 vor 12!
This
is Spinal Tap (OmU)
Komödie, USA 1984, 80 min, Regie: Rob Reiner
Mit: Chazz Domingueza, David Kaff, Kimberly Stringer
Rockumentary-Klassiker über die Ups-and-Downs einer prototypischen Rockband,
die ein Comeback versucht. Die lauteste Band der Welt mit der berüchtigten
Stonehenge-Bühne. This is bigger than Queen! Und sehr lustig dazu.
The Devil and Daniel Johnston (OF)
Dokumentation, USA 2004, 109 min, Regie: Jeff Feuerzeig
Daniel Johnston ist the biggest songwriter on Earth, ließ einst Kurt
Cobain verlauten. Und irgendwie hat er recht, der manisch-depressive Johnston
hat sich ein geniales künstlerisches Universum geschaffen, in dem auch
der Teufel zu Hause ist. Sehr sehenswerte Doku mit Johnstons eigenen Aufnahmen.
Walk
Hard: The Dewey Cox Story (OF)
Komödie, USA 2007, 96 min, Regie: Jake Kasdan
Mit: Raymond J. Barry, John C. Reilly, Harold Ramis
Dewey Cox ist die totale Rock‘n‘Roll-Legende: er hat mit 411 Frauen
geschlafen und dazu 22 Kinder, schrieb einen Hit nach dem anderen und ist
ein nationales Idol. Gelungene Parodie auf Musikerbiographien wie Walk the
Line.
Filmreihe 60 Jahre Israel
Die
Band von nebenan
(Frankreich/Israel 2007, 88 min, Regie: Eran Kolirin)
Broken
Wings (OmenglU)
(Israel 2003, 87 min, Regie: Nir Bergman)
The
Bubble (OmU)
(Israel 2006, 117 min, Regie: Eytan Fox)
Divine
Intervention (OmenglU)
(Frankreich/Palästina 2002, 92 min, Regie: Elia Suleiman)
Jellyfish
– Vom Meer getragen (OmU)
(Frankreich/Israel 2007, 82 min, Regie: Shira Geffen, Etgar Keret)
Die
syrische Braut (OmU)
(Israel/Frankreich/D 2004, 97 min, Regie: Eran Riklis)
Wall (OMENGLUT)
Dokfilm, 95min, Frankreich/Israel 2004, Regie: Simone Bitton
„Wir lieben dieses Land so sehr, dass wir es einschließen.“
Die Filmemacherin Simone Bitton, die sich selbst als Jüdin und Araberin
begreift und mit beiden Kulturen vertraut ist, hat einen Dokumentarfilm über
den Bau des isrealischen „Schutzwalls“ gemacht und die Meinungen
der Menschen beiderseits der Mauer aufgenommen.
Death in Gaza (OF)
Dokumentarfilm, 80min, UK 2004, Regie: James Miller
Bewegender Dokumentarfilm über die Kultur des Hasses im Gaza und der
Westbank. Im Mittelpunkt des Filmes, der die Journalistin Saira Shah begleitet,
stehen drei Kinder und ihre Familien und der Einfluß der alltäglichen
Auseinandersetzungen auf ihr Leben. Der Film endet im Mai 2003 an einem ganz
normalen Tag der Gewalt und des Todes, doch diesmal ist es der Regisseur selbst,
der nachts von einem israelischen Soldaten erschossen wurde, obwohl er sich
als britischer Journalist zu erkennen gab.
Filmreihe Libanon
West
Beyrouth (OmenglUT)
Libanon/Belgien/Frankreich/Norwegen 1998, 110 min, Regie: Ziad
Doueiri
Caramel
Libanon / Frankreich 2007, 96 min, Regie: Nadine Labaki
Fünf Frauen im heutigen Beirut, auf der Suche nach der großen Liebe, nach der noch zu entdeckenden oder schon verloren geglaubten Schönheit, einem Platz im Leben und der Erfüllung ihrer Träume. Caramel ist die große Entdeckung der letzten Jahre aus dem Libanon, ein mit Laiendarstellern besetztes Gedicht aus wunderschönen Farben, phantastischer Kamera, traumhafter Musik und tollen Dialogen. Ein wahrer Sommerfilm!
Filmreihe Tunesien
Bab’Aziz
– Der Tanz des Windes (OmU)
OT: Bab´Aziz - Le prince qui contemplait son âme
Drama, Tunesien/Iran/Frankreich/Deutschland 2005, 98 min, Regie: Nacer Khemir,
Mit: Parviz Shaminkou, Maryam Hamid, Hossein Panahi
In einer Zeit, in der 1001 durch 2001 verdrängt wurde, kommt dieser Film
wie ein kleiner Derwisch aus der Wüste ins Kino und erzählt ein
Märchen von universeller Gültigkeit über die Mystik und fantasiestarke
Kultur des Islam.
Palast des Schweigens (OmU)
OT: Saimt El Qusur,
Drama, Tunesien/Frankreich 1994, 123 min, Regie: Moufida Tlatli,
Mit: Amel Hedhili, Hend Sabri, Sami Bouajila
Tunesien in den 60er Jahren. Die Sängerin Alia kehrt in den Palast zurück,
aus dem sie vor 10 Jahren geflohen war. Schweigen war das Hauptgebot für
alle Frauen, die dort lebten. Nur die Musik bot eine Flucht aus dieser Welt.
Filmreihe Frauen
Jellyfish
– Vom Meer getragen (OmU)
OT: Meduzot,
Episodenfilm, Israel/Frankreich 2007, 82 min, Regie: Etgar Keret, Shira Geffen,
Mit: Amir Harel, Sarah Adler, Ilanit Ben Yaakov
Die österreichische
Methode
Episodenfilm, D 2006, 93 min, Regie: Florian Mischa Böder, Peter Bösenberg,
Gerrit Lucas, Erica von Moeller, Alexander Tavakoli
Mit: Lilia Lehner, Susanne Lothar, Marita Breuer
Frauenleben
D 2008, 45 min, Regie: Klara Hoefels
Sechs
Kurzporträts über Frauen in ihrem Berufs- und Privatleben, die durch
ihre Geistes- und Lebenshaltung anderen Erkenntnis, Mut, Kraft und Inspiration
geben.
Gasoline (OmU)
OT: Benzina
Drama, Italien 2001, 90 min, Regie: Monica Stambrini
Mit: Maya Sansa, Regina Orioli, Mariella Valentini
Topless
Women Talk About Their Lives (OmU)
Komödie, Neuseeland 1997, 86 min, R: Harry Sinclair
Mit: Andrew Binns, Danielle Cormack, Frances Edmond
Tanz
mit der Zeit
Dokumentation, D 2006, 103 min, Regie: Trevor Peters
Mit: Christa Franze, Horst Dittmann, Siegried Prölß, Ursula Cain
The Cemetery
Club (OmU)
OT: Moadon beit hakvarot
Dokumentation, Israel 2006, 88 min, Regie: Tali Shemesh
John
Cassavetes und Gena Rowlands:
A Woman
Under The Influence (OF)
Drama, USA 1974, 140 min, Regie: John Cassavetes
Mit: Gena Rowlands, Peter Falk, Mario Gallo
Gloria (OmU)
Thriller, USA 1980, 117 min, Regie: John Cassavetes
Mit: Gena Rowlands, Buck Henry
Amos
Kollek und Anna Thomson:
Sue (OmU)
Drama, USA 1997, 90 min, Regie: Amos Kollek
Mit: Anna Thomson, Matthew Powers, Tahnee Welch
Bridget (OmU)
Drama, Frankreich/Japan 2002, 90 min, Regie: Amos Kollek
Mit: Anna Thomson, David Wike, Lance Reddick
Deepa
Mehta:
Fire (OmU)
Drama, Kanada 1996, 103 min, R: Deepa Mehta
Mit: Jaaved Jaaferi, Kulbhushan Kharbanda, Nandita Das
Water (OmU)
Liebesdrama, Indien/Kanada 2005, 112 min, R: Deepa Mehta
Mit: John Abraham, Kulbhushan Kharbanda, Lisa Ray
Jan Svankmajer
Faust (OF)
R:
Jan Švankmajer Tschechien/UK/F
1994, 97 min
Švankmajers Faust-Bearbeitung eröffnet den Blick in eine bizarre
Welt voller Mystizismen. Schwarzhumoriger Surrealismus in einer Welt mehrdeutiger
Symbole.
Conspirators
of Pleasure
R:
Jan Švankmajer Tschechien/UK
1996, 83 min
Švankmajer webt in den tristen Anblick Prager Hinterhöfe geheimnisvolle
und skurrile Motive, erweckt tote Dinge zum Leben und schafft sich sein eigenes
surrealistisches Zwischenreich, in dem die Sehnsüchte, Begierden und
Fetische der Menschen seltsame Formen annehmen.
Little
Otik (OmenglU)
R:
Jan Švankmajer Tschechien/UK/J 2000, 126 min
Düstere märchenhafte Fabel über einen kleinen Holzstumpf, der
durch die Liebe seiner menschlichen Ersatzmutter zu Leben erwacht und von
einer unbändigen Fresslust getrieben wird, der nicht nur seine Eltern
zum Opfer fallen.
Alice (OF)
R: Jan Švankmajer CSSR/UK/CH/D 1988, 84 min
Wundersame und sehr originelle Verfilmung von Lewis Carrolls Alice im Wunderland
und Švankmajers erster Langfilm. Alice in Prager Rumpelkammern.
Claude Chabrol
BLUTIGE
HOCHZEIT
LES NOCES ROUGES
Thriller, F 1972, 96 min, mit Michel Piccoli,
Stéphane Audran
Chabrol, der die Psyche des Menschen wie kaum ein anderer Regisseur durchleuchten
und daraus Geschichten erzählen kann, widmet sich hier der Situation
zweier Liebender, die unglücklich gebunden sind. Während der Mann
mit einer kränklich depressiven Frau lebt, die kaum fähig ist, sich
zu bewegen, lebt die Frau mit einem gefühllosen Bürgermeister. Wie
von selbst finden sich Situationen, um vom Ungeliebten loszukommen.
DER
SCHLACHTER - LE BOUCHER (OmU)
Psychothriller,
F/I 1969, 93 min
mit Stéphane Audran, Jean Yanne
Ein etwas linkischer Fleischersmann, der vom Schlachtfeld der französischen
Ehre in sein Dorf zurückkehrt, verliebt sich in eine Lehrerin, die ihm
nicht abgeneigt zu sein scheint. Die zarte Beziehung gewinnt jedoch horrible
Züge, als sie mit einer Mordserie verknüpft wird. Chabrols meisterhafter
Film erreicht trotz sparsamer Inszenierung eine hohe Intensität und Spannung,
die vor allem von der Figur des Schlächters ausgeht.
Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen (OmU)
R:Claude Chabrol Thriller, F/I/D 1974, 121 min
mit Romy Schneider, Rod Steiger
Eine junge Frau versucht ihren Mann, ein Trinker und impotent, zu töten
und entwickelt zusammen mit ihrem Liebhaber einen Plan. Melodramatischer Krimi.
Die
zweigeteilte Frau (OmU)
R:Claude
Chabrol Thriller, F/D 2007, 115 min
mit François
Berléand, Ludivine Sagnier
Eine
junge und schöne Frau löst ein gefährliches Spiel aus Liebe,
Hass und Eifersucht aus, bei dem es schon bald nur noch Verlierer zu geben
scheint. Chabrol hat wieder sein Lieblingsthema aufgegriffen und zeigt die
Bourgeoisie in Nöten.
Der
Halunke (OmU)
R:Claude Chabrol Komödie, F/I 1972, 121 min
mit Jean-Paul Belmondo,
Mia Farrow
Ein Film über einen Schwerenöter nach einem Roman von Hubert Montheilet,
der sehr schwarzen gemeinen Humor entwickelt und einen wirklich guten Belmondo
zeigt.




