
Die Suche nach dem Wunderbunten Vögelchen
DDR 1963, Farbe, 64 min., FSK: 0
DEFA-Studio für Spielfilme
Regie: Rolf Losansky
Vorlage: Franz Fühmann
Mit: Ernst-Georg Schwill, Willi Schrade, Ulrich Mende, Monika Wagner, Marion Minnich, Eberhard Kube, Evamaria Bath, Bruno Carstens, Fred Delmare
Ein Städtchen heißt Käsebrot, ein anderes Butterberg, zwei Polizisten Wiesel und Löffelholz und ein böser Zauberer heißt Sassafras. Dort, wo alles so wundersam klingt, kann ein Kinderheim gar keinen anderen Namen haben als "Sonnenschein“. In diesem Heim gibt es einen ganz besonderen Vogel. Wenn er singt, beginnen die Blumen aufzublühen, die Springbrunnen sprudeln und die Welt wird schöner und fröhlicher.
Eines Tages aber ist der Vogel verschwunden. Die Polizei wird um Hilfe gerufen und gleichzeitig machen sich Lutz, Bärbel und Sonja aus dem Haus "Sonnenschein“ auf die Suche nach dem kleinen Sänger. Die Spur führt zum Rummelplatz nach Butterberg. Der Zauberer Sassafras kann bald als Täter überführt werden. Aber nun ist Lutz verschwunden, und eine rasante Verfolgungsjagd beginnt...
Sehr unterhaltsame, wenngleich sehr ostige Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs vom legendären Schriftsteller Franz Fühmann.
Kinderkino Ponny 2010
Spuk unterm Riesenrad -
Teil 1: Die Ausreißer
DDR 1977 - 1979, Farbe, 88 min, FSK: 6
DEFA-Studio für Spielfilme
Regie: Günter Meyer
Musik: Thomas Natschinski
Mit:
Katja Paryla (Hexe), Stefan Lisewski (Riese), Siegfried Seibt (Rumpelstilzchen), Kurt Radeke (Opa), Käthe Reichel (Oma), Katrin Raukopf (Keks), Dima Gratschow (Umbo), Henning Lehmbäcker (Tammi)
Spuk unterm Riesenrad -
Teil 2: Eine Burg in Gefahr
DDR 1977 - 1979, 88 min, FSK: 6
Legendäre Kultserie des DDR-Fernsehens aus den 70er Jahren - der originale Kulturpark diente als Kulisse, lange bevor er Spreepark wurde. Witzig, rasant und absurd, mit tollen Dialogen in schönstem Schnodder-(Ost-)Berlinerisch.
Und so fängt's an: Riese, Hexe und Rumpelstilzchen aus der Gespensterbahn erwachen zu Leben beim Putzen im anscheinend magischen Spreewasser und hauen ab in den realsozialistischen Alltag. Die drei Berliner Gören Tammi, Umbo und Keks hinterdrein, denn sie tragen die Verantwortung für diese Flucht. Und dann geht wirklich die Post ab – in Treptow, in F-Hain, am Alex und im Harz! Die wunderbaren Ansichten von Berlin aus einer längst untergegangenen Welt und die vielen kleinen Seitenhiebe auf das Leben in der DDR machen aus der Kinderserie eine unterhaltsame Reise in die Vergangenheit für Erwachsene!


Spuk im Hochhaus -
Teil 1: Feuer und Wasser
DDR 1982, 102 min, FSK: 6
Regie: Günter Meyer
Musik: Thomas Natschinski
Mit: Heinz Rennhack, Katja Paryla, Klaus Mertens, Gerry Wolff, Stefan Lisewski, Martina Krogull, Klaus-Peter Plessow, Heide Kipp, Madeleine Lierck, Helmut Hellmann
Spuk im Hochhaus -
Teil 2: Abschied wider Willen
DDR 1982, 86 min, FSK: 6
Ach, was haben so manche Ostzonenkinder den schaurigen Titelsong geliebt: "Wo die Tannen düster rauschen und dem Wandrer stockt der Schritt, steht ein Wirtshaus, und drin hausen August und Jette Deibelschmidt." Siebenmal erklang er im Vorspann, der in aller Kürze eine gruselige Moritat in einem Wirtshaus im düsteren Tann erzählte, auf das sich dann im wahrsten Sinne der moderne Sozialismus mit seinem Wohnungsbauprogramm gründete.
Die Nachfolgeserie zu Spuk unterm Riesenrad ist genauso großartig, ein Highlight des DDR-Fernsehens, nicht nur für Kinder. Wer heute Einblicke in den realsozialistischen Alltag gewinnen will, für den ist dieses Filmleben in der Platte, trotz der Anwesenheit zweier Gespenster, eine reichhaltige Fundgrube. Der tolle Soundtrack stammt auch hier wieder von Thomas Natschinski.


