Justine feiert ihre Hochzeit im schwerreichen Landhaus ihrer älteren Schwester Claire. Doch das Fest nimmt einen unglücklichen Verlauf und steht im Wortsinne unter einem ungünstigen Stern. Die globale Katastrophe, der Weltenbrand, wird vom dänischen Überregisseur Lars von Trier als privates Psychodrama in betörenden Bildern inszeniert, untermalt von Wagners Tristan und Isolde.
Amüsantes Interview mit Trier im SPIEGEL:
SPIEGEL: Es gibt eine merkwürdige Szene in "Melancholia", da liegt Kirsten Dunst nackt im grünen Mondlicht an einem Weiher. Man weiß nicht genau, was das soll.
TRIER: Superkitschig, oder? Das war ein bisschen ein Privatvergnügen, der Film braucht die Szene nicht, und vielleicht ist er auch deswegen nicht so gut. Aber man kann sich die Szene fast als Gemälde vorstellen, das der Führer gern an seiner Wand gehabt hätte. Überhaupt die Ästhetik der Nazis...
SPIEGEL: Bitte hören Sie auf. Man kann das nicht aushalten.
TRIER: Bitte nur noch eine Frage: War das Göring, der immer diesen kleinen Stab in der Hand hielt? --
SPIEGEL: Woran liegt es, dass Sie ständig über Hitler sprechen wollen?
TRIER: Ich glaube, es ist wie in "Fawlty Towers", der Fernsehserie von John Cleese. Sie spielt in einem englischen Hotel in den siebziger Jahren. Sie kennen die Folge, in der deutsche Gäste erwartet werden und dem Hotelpersonal eingebläut wird: "Don't mention the war" - bloß nicht den Krieg erwähnen. So geht es mir auch. Wenn Sie Homosexuelle wären, was ich mal nicht annehme, würde ich Sie damit ärgern. Weil Sie Deutsche sind, ärgere ich Sie ein bisschen mit Hitler.





















































































































