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Es ist ein schöner, sonniger Nachmittag. Zwei 11jährige Jungen spielen einträchtig auf einem Spielplatz miteinander, doch das Spiel wird auf einmal immer brutaler und die beiden Jungen fangen an, sich blutig zu prügeln. Wenig später treffen sich die Eltern, um das Geschehene zu diskutieren. Was als ruhiges und gesittetes Gespräch über die Rohheit von Jungen und ihren Spieltrieb anfängt, wird plötzlich zu einem Wortgefecht voller abstruser Vorwürfe und ungerechtfertigter Äußerungen, in dessen Verlauf alle vier Erwachsene vollkommen ihre Fassung verlieren. Die dünne Maske der zivilisierten Bürgerlichkeit bröckelt und bricht schließlich ganz. Am Ende des Tages müssen die erschöpften Ehepaare erkennen, dass Worte mindestens ebenso verletzend sein können wie Fäuste. Sehenswerte Groteske nach dem gleichnamigen Bühnenstück der französischen Autorin Yasmina Reza, die zusammen mit Polanski auch das Drehbuch schrieb.
Berliner Zeitung: Im räumlichen ebenso wie im moralischen Sinn ist Roman Polanski ein Meisterregisseur der Beengtheiten, Phobien und Bedrohlichkeiten. Perfekt sichtbar ist, was ihn hier so gereizt hat: Die beiden Paare schaffen es nicht ins Freie, Offene zu gelangen, obwohl die wahre Natur sie längst im Griff hat. Die Cowans kommen gerade mal bis zum Fahrstuhl, und da kehren sie um, zurück in die Wohnung der Longstreets. Das alles hat etwas ungeheuer Dringliches. Der Oscar-Preisträger Polanski, der auch als Schauspieler gearbeitet hat, drehte den Film in Echtzeit: Jeder Übergang findet im Hier und Jetzt statt, im Wort und Bild.



















